Markt Kaisheim

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Tochterkloster Stams/Tirol

Prinzip der Filiation
Abteien, welche Neugründungen vornahmen, übten in der Person ihrer Vateräbte die Paternität über die Tochterklöster aus; diese bestand in der jährlichen Visitation und dem Vorsitz bei der Wahl eines neuen Abtes.

Vorgeschichte von Tochterkloster Stams
Die Gründung Stams geht auf die Schlacht von Tagliacozzo, östlich von Rom, im Jahre 1268 zurück. Damals verlor Konradin, der letzte aus dem großen Staufergeschlecht, die Schlacht und wurde im Oktober des gleichen Jahres auf dem Marktplatz von Neapel enthauptet.

Seine Mutter Elisabeth, eine Wittelsbacherin, in zweiter Ehe mit Meinhard II., dem Landesfürsten von Tirol, verheiratet, wollte eine Gedenkstätte für ihren unglücklichen Sohn schaffen. Ihre Wahl fiel auf die im ganzen süddeutschen Raum bekannte Johannes-Wallfahrt in Stams. Zisterziensermönche aus dem allzeit treu zu den Staufern stehenden Kaisheim sollten das Andenken Konradins und die zukünftige Grabstätte der Tiroler Landesfürsten hüten.

Klostergründung
Das Generalkapitel des Zisterzienserordens ließ 1271 die örtlichen Verhältnisse prüfen und gab 1272 sein Placet. In Kaisheim wurde unter Abt Trutwin der Gründungskonvent zusammengestellt und der erste Abt von Stams gewählt. Nach einer beschwerlichen Reise, es war Winter, kamen 13 Kaisheimer Mönche und 5 Laienbrüder am 12. März 1273 in das allen unbekannte Stams und bezogen das südlich der Wallfahrtskirche gelegene provisorische Holzkloster, das die Gründerfamilie hatte errichten lassen.

Stamser Äbte aus Kaisheim
Der erste Abt von Kaisheim war Heinrich von Höchstädt. Er ließ, einer alten Überlieferung zufolge, die 1284 geweihte Klosterkirche in Stams in den Ausmaßen und nach dem Vorbild des Münsters im Mutterkloster Kaisheim errichten.

Der dritte Abt von Stams war Rudolf von Kaisheim, einer der Brüder, welche 1273 vom Kaibachtal entsandt worden waren. Auch andere Stamser Äbte verkörpern die Verbindung ihres Stiftes mit dem schwäbischen und bayerischen Raum. Dies wird deutlich bei Abt Bernhard I. Wälsch, der aus Nördlingen im Ries stammte, sowie bei Abt Paul I. Käsinger (reg. 1540-1544), der Profess in Kaisheim war.

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